In einer kühlen Versuchsanordnung greift Camus hier das Thema von der Heimkehr des verlorenen Sohnes auf, wobei an die Stelle fröhlichen Wiedererkennens das Missverständnis
tritt. Nach zwanzig Jahren Abwesenheit kommt Jan zu seiner Mutter und seiner Schwester Martha zurück, die ein einsames Gasthaus bewirtschaften.Er gibt seine wahre Identität vorerst nicht preis, sondern wartet vielmehr auf das richtige Wort, ein Liebeszeichen. Doch die beiden Frauen, die seit Jahren die reichen unter den seltenen Gästen ihrer Herberge töten und ausrauben, um später fortziehen und ein neues Leben beginnen zu können, sehen ihn ihm nur das lukrative Opfer. Erst die Papiere des Ermordeten enthüllen ihnen die Wahrheit.

Das „Mißverständnis“ von Albert Camus

Es ist ein Stück der Auflehnung und enthält vielleicht sogar eine Moral: Aufrichtigkeit. Wenn der Mensch erkannt werden will, muss er schlicht und einfach sagen, wer er ist. Schweigt oder lügt er, so stirbt er allein und alles um ihn herum fällt dem Unglück anheim. Wenn er die Wahrheit sagt, wird er zwar immer noch sterben, aber davor hat er den anderen
und sich selber geholfen zu leben.

Das Nicolay Ensemble:
Nach dem Stück „Geschlossene Gesellschaft“ von Jean Paul Sartre im Stahlwerk, 2006
stellt das Nicolay Ensemble nun mit neuer Besetzung seine zweite Produktion vor:

Das „Mißverständnis“ von Albert Camus

Diesmal im Kolpinghaus, Bilker Str. 36 vor authentischer Gasthauskulisse, 25.10.07

Regie führt auch hier wieder der Schauspieler Nicolay Weller, der auch die Rolle des Jan spielt. Seit 1999 wirkt er in einer Vielzahl von Film- und Theaterproduktionen mit, u. a. in „Straight Shooter“ mit Dennis Hopper und zuletzt 2007 in der Serie „Wilsberg“.

Martha wird gespielt von Mandy Krahl, die auch in verschieden Filmen, u. a. in „Herzog“ 2007 sowie in Theaterproduktionen wie Les Miserables, Phantom der Oper mitgewirkt hat.
Die Mutter wird gespielt von Monika Blankenberg, die ebenso in verschiedenen Film- und Theaterrollen zu sehen war wie: Springmaus Improvisationstheater sowie seit 1995 in eigenen Kabarett-Soloprogrammen.
Maria wird gespielt von Tina von Carlowitz, die in Filmrollen wie:Held der Gladiatoren“ oder „Alarm für Cobra 11“ mitwirkte. In Theaterproduktionen wie „Baal“ konnte man sie ebenfalls sehen.
Der Knecht wird gespielt von Sebastian Krebber, der in verschiedenen Schultheaterproduktionen mitgewirkt hat

Aufführungen:

Premiere 25. Oktober 2007, 20.00 Uhr  &  7., 14. November 2007, 20.00 Uhr


Kronprinzenstr. 46
40217 Düsseldorf
0175 – 5 07 69 02

Theater Nicolay Ensemble

Redaktion Kultur
Künstlerischer Leiter
Nicolay Weller

www.weller.de.vu